18. Dezember 2009
CHE: Neue Wege für das BAföG. Vorschläge zur Weiterentwicklung des staatlichen Beitrags zur Studienfinanzierung
Das CHE hat einen Reformvorschlag zur BAföG-Reform vorgelegt.
Das CHE schlägt zum einen eine "richtige und wichtige Erhöhung der BAföG-Bedarfssätze in Anpassung an die gestiegenen Lebenshaltungskosten" vor, aber nicht nur. Es soll auch ein "neues BAföG" entstehen, um der Tatsache Rechnung zu tragen, dass immer weniger Studierende anzutreffen sind, die hypothetischen "Normverläufen von Bildungswegen" entsprechen.
Vorschläge bzw. Reformbausteine, die das CHE vorschlägt:
- Umbau des BAföG zu einem Student Funding-System, in dem die verschiedenen Finanzierungsinstrumente (v.a. KfW-Studienkredit, 'Bildungskredit', Studienbeitragsdarlehen der Länder; ggf. auch das geplante nationale Stipendienprogramm) zusammengefasst werden
- Jedem Studieninteressierte wird eine Bildungsbudget zur Verfügung gestellt, das einen elternunabhängigen Anteil enthält und einen elternabhängigen, der nach bildungs- und gesellschaftspolitischen Zielen ausgerichtet wird
- "Zustiftungen" zum BAföG sollen möglich werden
- die Altersgrenze von 30 Jahren soll deutlich erhöht werden. Auch die Finanzierung weiterbildender Studiengänge über BAföG soll möglich werden
- Für unterrepräsentierte Zielgruppen (bspw. junge Menschen mit Migrationshintergrund, Studienberechtigte aus unteren Einkommensschichten, Studierende mit Erziehungsverpflichtungen oder junge Frauen in ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen) soll es gezielte Anreize geben
- das BAföG soll familienfreundlicher werden
- Studiengangswechsel vereinfacht werden (Anhebung der Fachsemesterzahl)
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