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Materialien zur Studierbarkeit

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11. Mai 2011

Stifterverband: Mit dem Bachelor in den Beruf.

Untersuchung der HIS AG und des Instituts der Deutschen Wirtschaft, im Auftrag des Stifterverbands. Basierend auf jeweils einer Befragung von Studierenden, Absolventen und Unternehmen wird die Arbeitsmarktbefähigung und -akzeptanz von Bachelorstudierenden und -absolventen untersucht.

Aus der Zusammenfassung:

  1. Studienqualität und Studienorganisation:
    Trotz überwiegend positiver Urteile über die Studienqualität sind die Schwächen der traditionellen Studiengänge in den neuen Studiengängen oft erhalten geblieben.
  2. Im Studium erworbene Kenntnisse und Fähigkeiten:
    Überfachliche Kompetenzen werden in hohem Maße als wichtig für den Beruf angesehen, sind aber auch in den neuen Studienstrukturen noch nicht hinreichend entwickelt.
  3. Auslandsmobilität:
    Die internationale Mobilität steigt aufgrund der kürzeren Studienzeiten im Bachelorstudium nicht an; Auslandsaufenthalte finden verstärkt nach dem Bachelorabschluss statt.
  4. Praxisbezug und Praktika:
    Praxisbezug der Lehre und Zeit für Praktika finden in den Curricula nicht genügend Raum. Unternehmen wünschen sich noch mehr Praxisanteile im Studium.
  5. Erwerbstätigkeit während des Studiums:
    Bei einer Erwerbstätigkeit neben dem Studium ist die Aneignung von studienbezogenen Praxiserfahrungen nur eines von vielen Motiven.
  6. Einschätzung der persönlichen Berufsvorbereitung:
    Fachhochschulstudierende und -absolventen fühlen sich besser auf den Beruf vorbereitet als ihre Kommilitonen an Universitäten.
  7. Berufsorientierende und berufsvorbereitende Maßnahmen der Hochschule:
    Studierende wünschen sich mehr Hochschulinitiativen zur Einbindung von Unternehmen in die Lehre und Absolventen bewerten die Transferhilfen beim Berufseinstieg eher mäßig.
  8. Einschätzung der Arbeitsmarktchancen:
    Bachelorstudierende bewerten die Chancen für Bachelorabsolventen der eigenen Fachrichtung generell besser als Studierende der traditionellen Studiengänge, die ein deutlich kritischeres Bild vom Bachelorabschluss haben.
  9. Einarbeitung und Unterstützung beim Berufseinstieg:
    Die Angebote der Unternehmen sind vielfältig, erreichen aber noch nicht alle Berufseinsteiger.
  10. Stand der Beschäftigung von Bachelorabsolventen:
    Großunternehmen haben den Bachelorabschluss in ihre Rekrutierungsstrategien und Personalentwicklungskonzepte integriert. Kleine und mittelständische Unternehmen haben noch Nachholbedarf.
  11. Berufsmerkmale und Qualität der Beschäftigung:
    Bachelorabsolventen sind in der großen Mehrheit ausbildungsadäquat beschäftigt, die Arbeitslosenquote unterscheidet sich nicht von anderen Hochschulabsolventen. Bei der Mehrheit der Unternehmen arbeiten sie auf den gleichen Einstiegspositionen wie andere Absolventen.
  12. Einstiegsgehalt:
    Einstiegsgehälter sind eher fächer- als abschlussabhängig und orientieren sich an den Kompetenzanforderungen der zu besetzenden Position. Zwei Drittel der Unternehmen zahlen Bachelors das gleiche Gehalt wie Diplomabsolventen.
  13. Berufszufriedenheit:
    Bachelorabsolventen sind überwiegend zufrieden mit ihrer Berufstätigkeit.
  14. Auswahlkriterien für Karriereentscheidungen:
    Für die Karriereentwicklung spielt die Leistung im Unternehmen, nicht aber der Studienabschluss die entscheidende Rolle.
  15. Karriereperspektiven:
    Bachelorabsolventen stehen mannigfaltige Unternehmenspositionen offen. Die ersten haben Leitungsfunktionen erreicht.
  16. Weiterbildung im Unternehmen:
    Um neue Aufgaben zu bewältigen, ist es den Unternehmen wichtig, dass die Mitarbeiter ihre Kompetenzen weiterentwickeln. Dazu bieten sie interne Weiterbildungen wie auch externe Studienmöglichkeiten an.
  17. Übergang der Bachelorabsolventen in ein weiteres Studium:
    Bachelorabsolventen streben mehrheitlich den Masterabschluss an, vor allem an den Universitäten und in den MINT-Fächern. Die Absicht, nach dem Bachelorabschluss ein weiteres Studium anzuschließen, deutet sich bereits im Studium an. Für die Karriere im Unternehmen wird der Masterabschluss von den Studierenden überschätzt.

Presseerklärung des Stifterverbandes:
http://www.stifterverband.info/presse/pressemitteilungen/2011_05_03_bachelor_in_den_beruf/index.html

Download der Studie beim Stifterverband >>> hier.

Rubrik: studierbarkeit.de - Aktuelles, Studien, Daten & Co.